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Das Wetter hat verhindert, dass zumindest die Motor- und UL-Flieger aus europäischen Ländern "standesgemäß" per Flugzeug anreisten. |
Nur einer kam
durch,
Wolfgang Alpers aus Vilshofen, er
konnte mit seiner nur mit den Händen gesteuerten
Piper PA 28 Arrow seine Instrumentenflugberechtigung
nutzen. Auf dem Landweg kamen vier mit Handsteuerung ausgerüstete
Segelflugzeuge, eine LS 7 aus England, ein Discus 2c Turbo aus Polen,
eine
ASK 21 aus Belgien,
sowie der Duo Discus des Grünstädter Vereins, gezogen von
Harald Weber. Ein
Begleiter, nicht behindert, flog mit einer FK 9 aus Belgien ein.Die Flieger und Fallschirmspringer der Vereine auf dem Flugplatz Gruyere hatten zum vierten Mal seit 2007 zum Handiflight eingeladen, einer Veranstaltung, die behinderte Flieger aus allen Ländern zum Kennenlernen, zum Erfahrungsaustausch, zum Lösen von Problemen, zum gemeinsamen Fliegen und natürlich auch zum geselligen Beisammensein zusammenbringen möchte – eine bisher weltweit einzigartiges Ereignis. Vater Daniel und Tochter Sarah Ramseier sind die Erfinder von Handiflight (die Geschichte dieser Idee ist im Bericht zum Handiflight 2007 beschrieben), beide hatten bei allen vier Treffen die Fäden fest in der Hand. In bewundernswerter Weise wurden sie unterstützt von Mitgliedern der Vereine von Gruyere, die unermüdlich für Transport, Verpflegung auf hohem Niveau, Unterhaltung, Mitflugmöglichkeiten, F- und Windenschlepps und mehr sorgten. Kaum zu glauben, dass sie bei diesem einwöchigen Event keine Ermüdungserscheinungen zeigten! Ermöglicht wurde das Treffen nun zum vierten Mal durch die Firma Breitling als Sponsor |
Geführte
Ausflüge für die Motorflieger, zum Beispiel zum wegen seiner
Lage in einem engen Tal anspruchsvollen Flugplatz Mollis, fielen dem
Wetter zum
Opfer, ebenso Ballonfahrten und Gleitschirm-Tandemflüge. Die
Segelflieger
gingen jedoch an mehreren Nachmittagen an den Start und boten den
Vertretern
der anderen Sparten Mitfluggelegenheiten an. Motorflieger aus Gruyere
und Luc
mit der FK 9 aus Belgien zeigten den Teilnehmern die Umgebung aus der
Luft. |
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... Interessantes und
Wichtiges:
Eine Pressekonferenz wurde
von zahlreichen Vertretern Schweizer Print-
und Funkmedien genutzt. Auch Jasmin Rechsteiner, eine eindrucksvolle
Persönlichkeit und Miss Handicap 2010, nahm daran teil (und die
Gelegenheit wurde genutzt, die Kandidatinnen zur Miss Handicap 2011 den Medien vorzustellen).
Yannick
Barthe wird wieder eine
Filmdokumentation
anfertigen und im Internet veröffentlichen (Links s.u.) — seine
phantastischen
Filme
zu den Handiflights 2007, 2008 und 2009 rechtfertigen hohe
Erwartungen.
Ein
wichtiger
Höhepunkt war der Workshop mit Stephane
Desprez, Generalsekretär der FAI. Thema: Was kann die FAI zum
Luftsport für
behinderte Flieger beitragen? Einhellig wurde die Meinung vertreten,
dass diese
weltweite Organisation des Luftsports vor allem die Verknüpfung
der in den
verschiedenen Ländern und Kontinenten tätigen Gruppen
unterstützen und das
Bewusstsein aller in der Fliegerei Tätigen, ob Piloten, Ausbilder,
Mitarbeiter
in der Luftfahrtverwaltung oder Flugmediziner, erweitern kann: Das
Wissen, dass
behinderter Menschen im Luftsport aktiv sein können, muss
präsent werden. Ein
Weg dahin ist z.B. die entsprechende Ergänzung des
Internetauftritts der FAI. Der
Generalsekretär war sehr interessiert und aufgeschlossen, er wird
mit den
Verantwortlichen diese und weitere Möglichkeiten beraten, das
Thema in den
Blickpunkt zu bringen.Dr. Beda Sigrist, weltweit bekannter Meteorologe und Segelflieger, berichtete über seine Flüge in Argentinien und demonstrierte seine Entwicklung TherMap, eine Thermikkarte der Alpen, ergänzt durch WindMap. |
Häufig am Flugplatz und auch bei den Abendveranstaltungen anwesend war Brian Jones aus England, Copilot von Bertand Piccard bei der Erdumrundung im Ballon mit dem Breitling Orbiter, zum vierten Mal Schirmherr der Veranstaltung. Mit ihm haben die behinderten Flieger einen sehr interessierten und prominenten Fürsprecher.
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Das schlechte Wetter hatte
aber auch etwas Gutes: Die Kommunikation
zwischen den Teilnehmern war durch das häufige Zusammensitzen im
Zelt besonders
intensiv. Dies spürte man vor allem bei der Abschlussfeier auf der
Videmanette,
einem 2000-m-Gipfel bei Chateau-d'Oex.
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